GEDENKSTEIN FÜR SUSANNA MARGARETHA BRANDT

Veröffentlicht am 27.07.2018 in Ortsbeirat

DER IDYLLISCHE SOMMERHOFFPARK IM GUTLEUTVIERTEL

Die SPD-Fraktion im OBR I hat einen Gedenkstein für Susanna Margaretha Brandt beantragt - Vorbild für Goethes Gretchentragödie im Faust

Die Gretchentragödie in Johann Wolfgang von Goethes Faust ist sicher die berühmteste Verführungsgeschichte, die je in einem Drama beschrieben wurde. Goethe wurde dazu durch einen Prozess inspiriert, der zu seiner Zeit großes Aufsehen erregte:

Die Frankfurter Magd Susanna Margaretha Brandt (* 1746) war von einem durchreisenden Goldschmiedegesellen geschwängert worden, verheimlichte die Schwangerschaft (was damals strafbar war) und brachte im 8. Monat bei einer Sturzgeburt einen Knaben zur Welt. Ob dieser schon tot war oder von ihr getötet wurde, blieb in dem anschließenden Prozess ungeklärt. Dennoch wurde sie als Kindsmörderin verurteilt, am 14. Januar 1772 öffentlich mit dem Schwert hingerichtet und auf dem sogenannten Schandfriedhof des Gutleuthofes (heute Sommerhoffpark) bestattet.

Die SPD-Fraktion im Ortsbeirat I hat diesen berühmten Fall aus der Stadtgeschichte der Goethestadt Frankfurt aufgegriffen und beantragt, an der Stelle des ehemaligen Schandfriedhofs eine Gedenktafel für Susanna Margaretha Brandt aufzustellen, auf der ihre Geschichte und deren Verwendung in Goethes Faust beschrieben wird.